Und jetzt zu der Modellbahnanlage, in der dieser ganze Krempel eingebaut werden soll.
Die Planungen dazu laufen schon seitdem ich mein aktuelles Haus 2018 gekauft hatte. Das Konzept
war relativ schnell klar, ich wollte jede Menge Bahnbetrieb. Wer diese Seiten bis hierhin durchgelesen hat,
dem wird klar sein, daß ich eher der Techniker und weniger der Anlagen-/Landschaftsbauer/Künstler bin.
Deswegen werden die Profis diese Anlage auch eher als 'Gleiswüste' bezeichnen. Ist mir egal, meine Züge
sollen rollen.
Das hier ist der endgültige Gleisplan, den ich gerade umsetze:
Darunter kann sich natürlich niemand was vorstellen, deswegen hier mal ne 3D-Ansicht aus WinTrack:
WinTrack bietet zwar auch die Konstruktion von Spanten an, aber (Sorry, Herr Schneider!) damit komm ich nicht weit.
Ausdruck 1:1 auf Papier und dann auf Sperrholzplatten übertragen und mühsam aussägen kam nicht in Frage.
Stattdessen hab ich eigene SW entwickelt, die ausgehend von einer Textdatei alle Spanten konstruiert, bei Kreuzungen
die notwendigen Ausschnitte zum Ineinanderstecken einfügt, die Öffnungen für Trassen + Gleise einfügt unter
Beachtung
von Winkeln und Steigungen, Löcher für Kabeldurchführungen ergänzt und daraus eine Bibliothek für ein anderes
CAD-System erstellt.
Die Textdatei musste ich mühsam von Hand erstellen (alle Positionen aus Wintrack ermitteln), da es leider keine
lesbare
Version der WinTrack-Dateien gibt. Das mach ich nicht nochmal!
In diesem anderen CAD-System konnte ich die einzelnen Spanten dann auf 1,5m x 3m Platten positionieren und alles im
Step-Format ausgeben.
Mit diesen Daten ging ich dann zu einem professionellen (?) CAD-Fräser, hab das Rohmaterial (10 Platten 15mm dick)
dorthin liefern lassen
und die Spanten ausfräsen lassen.
Das gleiche dann nochmal für die Trassen. Da bietet WinTrack leider keine Unterstützung an. Also auch hier wieder
die
handgedengelte Textdatei, daraus CAD Bibliothek, Positionieren auf Platten, 15 Platten 10mm zum Fräser und
ausfräsen.
Das (?) bei 'professionellem CAD-Fräser' deswegen, weil der entweder beim Importieren der Daten Mist gebaut hat,
oder einen zu kleinen
Fräser verwendet hat. Jedenfalls sind alle Teile umlaufend absolut konstant 0,2mm zu breit. Dadurch musste ich viele
Teile von Hand nachschleifen,
weil sie nicht mehr ineinander gesteckt werden konnten. Soll mir einer dieser Dilettanten erzählen, das wären
normale Toleranzen. Das war einfach Pfusch.
Zur Kontrolle habe ich aus meinen CAD-Bibliotheken dann rückwärts wieder Bauteile für WinTrack generiert, damit ich
mir das Ergebnis auch
ansehen und kontrollieren kann. War gar nicht so einfach, weil der relativ schlicht gehaltene 3D-Editor einige
Fallstricke enthält (keine Innenwinkel >180° bei
Polygonen, max n Ecken bei Polygonen, Ausschnitte wie Trassenöffnungen in Spanten problematisch). Trotzdem hab ich
es doch hinbekommen:
Hier nur die Spanten angezeigt (Ebene 2):
Und hier Spanten und Trassen (Ebene 4):

Der aktuelle Bauzustand entspricht etwa dem Bild 'nur Spanten'. Bei den Trassen und Gleisen bin ich noch am Anfang.
Den aktuellen Plan gibt's auf der Download-Page. Eine ältere Version und einen
Alternativplan, den ich aber verworfen habe, können auch direkt von der WinTrack-Homepage geladen werden (Download -
Gleispläne - C-Gleis, die letzten beiden Einträge).